TSM
- Ihr Weg zum Erfolg
Eine Kurzbeschreibung des Systems Total Success
Mangement
1. Warum TSM?
1.1 Erfolg und
Zielorientierung
Ein Unternehmen hat Erfolg, wenn die Unternehmensziele erreicht
sind. Alle Aktivitäten im Unternehmen müssen darum auf die Unternehmensziele gerichtet
sein. Die Ziele müssen von den Mitarbeitern akzeptiert sein und ihnen als Leitlinie für
Entscheidungen und Aktionen dienen. Jedem Topmanager ist die Schwierigkeit bekannt, die
Ziele des Unternehmens so den Mitarbeitern zu vermitteln, daß sinnvolle Aktionen daraus
abgeleitet werden können.
Das erfordert drei Voraussetzungen:
- akzeptierte Unternehmensziele, die auf eigene
Ziele heruntergebrochen sind einschließlich der erforderlichen Zielverfolgungssysteme,
die es jedem einzelnen Mitarbeiter erlauben, nachzuvollziehen, wieweit er und sein Team
die eigenen Ziele erreicht haben,
- Zielanreizsysteme, die den Mitarbeiter dazu
anreizen, im Zweifelsfall sich im Sinne der Unternehmensziele zu entscheiden
- eine Informationskultur, die die Zusammenarbeit
der einzelnen Mitarbeiter und Teams zur Zielorientierung ermöglicht.
1.2 Moderne Produktionsmethoden
und Total Success Management
In der Vergangenheit und teilweise auch heute noch
glichen die Unternehmen einem Gebilde aus Resortdenken und funktionsorientierten Silos:
vertikale Strukturen, gebildet aus Einzelteilen eines Prozesses: Die an einem Unternehmen
beteiligten Mitarbeiter blickten nach innen auf ihre Abteilungen und nach oben auf ihre
Vorgesetzten, aber nicht nach draußen auf den Kunden. Die Leistungsprobleme mit denen
sich die Unternehmen plagten, sind die unvermeidliche Folge fragmentierter Prozesse. Die
klassische Unternehmensstruktur auf der Grundlage der Arbeitsspezialisierung und
Fragmentierung erhält sich selbst, da sie Innovation und Kreativität in der Organisation
erstickt. Der fragmentierte Unternehmensprozeß und die spezialisierten Strukturen, die
auf eine frühere Ära abgestimmt waren, können auch schlecht auf größere
Veränderungen im externen Umfeld, d.h. im Markt reagieren. Das Prozeßdesign beruhte auf
der Annahme, daß die Bedingungen sich nur innerhalb enger, prognostizierbarer Grenzen
ändern. Heute müssen gänzlich neue Wege beschritten werden.
Diese Forderung ist die Ursache für die heutige
Unruhe in der Philosophie der Betriebsführung. Toyotas Produktionssystem (Lean
Production), die vitale Fabrik, das fraktale Unternehmen, das virtuelle Unternehmen usw.
sind Ansätze zur Veränderung. Allen ist gemeinsam:
der Schwerpunkt liegt auf der Forderung nach mehr
Flexibilität und der damit verbundenen Forderung nach stärkerer Beteiligung des Menschen
an allen Unternehmensaktivitäten.
Ein Ansatz aus dieser Erkenntnis ist das als
Balanced Score Card populär gewordene Verfahren. Das TSM basiert auf Erfahrungen und
Erkenntnissen, die von den Autoren in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Instituten der
Fraunhofer Gesellschaft gewonnen sind.
Die Fabrik der Zukunft ist von überschaubaren,
autonomen Teams gebildet, die durch Zielorientierungssysteme informiert und motiviert sind
und bereit sind, zur Durchsetzung dieser Ziele mit anderen Teams zu kommunizieren. Das
erfordert Änderungen des Verhaltens auf allen Führungsebenen, was prinzipiell akzeptiert
ist, aber auch eine Änderung des Unternehmensgeschehen in den Ebenen
- Kultur
- Strategie
- soziologisch psychologisches Verhalten
- wirtschaftliche Aspekte
- Information
- Prozesse und Materialfluß
Um diese Veränderungen im Unternehmen schnell und
zielorientiert zu erreichen wurde das Verfahren Total Success Management entwickelt.
Was ist TSM?
Definition
Total Sucess Management (TSM) ist kurz
formuliert die Ausrichtung aller Aktivitäten und Resourcen in einem Unternehmen auf
seinen Erfolg. Umfassender kann TSM definiert werden als eine integrierte, das gesamte
Unternehmen mit allen Mitarbeitern und Aktivitäten, sowie die Unternehmensumwelt
einbeziehende Führungsstrategie, um aus den Kundenanforderungen abgeleitete Zielsetzungen
vorzugeben und zu erfüllen, die von allen Mitarbeitern im Unternehmen verstanden und in
in ihr tägliches Handeln übernommen werden, um letztendlich durch das Erreichen dieser
Zielsetzungen den Unternehmenserfolg langfristig sicherzustellen.
Dies beinhaltet neben der konsequenten und
kontinuierlichen Verbesserung der Produkte und Prozesse insbesondere auch die Integration
dieses unternehmensumfassenden Erfolgsbegriffs in die Unternehmenskultur und
Unternehmenspolitik.
Total Success Management besteht aus den Teilen Potentialmangement
mit Potentialcheck und Potentialausschöpfung sowie dem Zielmanagement mit
Zieldefinition (Zielvereinbarung, Zielverankerung, und Zielanreizsystem) und
Zielverfolgung.
Das Potentialmangement stellt sicher, daß Defizite
bei der Identifizierung der Mitarbeiter mit Ihrer Tätigkeit erkannt und die strukturellen
Voraussetzungen für eine Verbesserung geschaffen werden. Diese Verbesserungen sind unter
anderem eine Voraussetzung für die Zielorientierung der Mitarbeiter.
Mit dem Verfahren der Zielvereinbarung und
Zielverankerung werden akzeptable Ziele definiert und unerreichbare Ziele schnell und
sicher erkannt. Das Zielanreizsystem motiviert alle Mitarbeiter, ihren Teil in
Zusammenarbeit mit den anderen Mitarbeitern zur Zielerreichung beizutragen. Die
Zielverfolgung zeigt ihnen den Erfolg ihrer Aktivitäten.
Mit Total Success Management wird sichergestellt,
daß sich die Mitarbeiter aktiv für das Unternehmen einsetzen und durch die Erfolge ihrer
Tätigkeit motiviert werden, sich so mit der eigenen Arbeit zu identifizieren und
zielorientiert den Unternehmenserfolg voranzutreiben.
Potentialmanagement
Um festzustellen, welche Potentiale im
Unternehmen zusätzlich freigesetzt werden können, ist es zunächst erforderlich, die
aktuelle Situation des Unternehmens in einem Potentialcheck zu erfassen und bezüglich
möglicher Verbesserungspotentiale zu untersuchen. Basis dieser Untersuchung muß ein
übergeordnetes Verständnis der Zusammenhänge im Unternehmen und des
Ursachen/Wirkungsverhaltens der einzelnen Prozesse, Sachverhalte und sonstiger
Gegebenheiten im Unternehmen sein. Deshalb werden auf der Basis des EFQM-Models
Potentialfaktoren aus den Bereichen Führung, Mitarbeiterorientierung, Politik und
Strategie, Ressourcen sowie Prozesse im Unternehmen hinsichtlich möglicher Potentiale
untersucht und in konkrete Maßnahmen zu deren Ausschöpfung umgesetzt.
Parallel dazu werden die Auswirkungen der Maßnahmen
anhand von Ergebnisindikatoren aus den Bereichen Mitarbeiterzufriedenheit,
Kundenzufriedenheit gesellschaftliche Verantwortung sowie den Geschäftsergebnissen
überprüft.
Der daraus entstehende Regelkreis zwischen
Identifikation der Potentiale, Umsetzung in Maßnahmen und Überprüfung ihrer Wirksamkeit
bildet den Ausgangspunkt für den Erfolg im Unternehmen.
Zielmanagement
Die Schwierigkeit eines Unternehmens ist es, die
Vielzahl von Aktivitäten und Prozessen im Unternehmen konsequent auf die
Unternehmenszielsetzung auszurichten, bzw. diese Zielvorgaben so zu formulieren, daß sie
von den Mitarbeitern verstanden und umgesetzt werden können. Deshalb erfolgt innerhalb
des Zielmanagements zunächst die Definition einer Zielhierarchie die Unternehmensziele
auf eine von Mitarbeitern direkt umsetzbare Ebene operationalisierter Handlungsrichtlinien
und Zielvorgaben herunterbricht. Anhand der im Rahmen des Potentialmanagements geänderten
Potentialfaktoren und der daraus resultierenden, verbesserten Erfolgsindikatoren kann im
Rahmen der Zielverfolgung die Erfolgsbewertung der durchgeführten Maßnahmen vorgenommen
werden. Gegebenenfalls vorhandene Abweichungen von den vereinbarten Zielen müssen
analysiert werden und durch konkrete Maßnahmen beseitigt werden.
EFQM
Im Jahre 1988 wurde die European Foundation
for Quality Management (EFQM) durch die Initiative von 14 führenden europäischen
Unternehmen gegründet. Heute sind über 700 Unternehmen in der EFQM tätig. Die EFQM
hatte zum Ziel, das Thema Qualität in einem umfassenden Sinne dem Management
europäischer Unternehmen nahezubringen. Durch die Unterstützung der Entwicklung von
Qualitätsverbesserungsmaßnahmen versuchte die Foundation die Wettbewerbsfähigkeit
europäischer Organisationen sowie deren Effektivität und Effizienz zu steigern.
Deshalb wurde von der EFQM ein Mangementkonzept
entwickelt, das durch zielorientierte Ausrichtung von Unternehmenspolitik und -strategie
die Mitarbeiterorientierung sowie Ressourcen- und Prozeßmanagement langfristig
herausragende Geschäftsergebnisse, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie ein
positives Image der Gesellschaft in der Öffentlichkeit sicherstellen soll.
Ausgehend von diesem Managementkonzept entsteht
Qualität aus Technik und Geisteshaltung. Um zu Marktführerschaft unter heutigen
Weltmarktbedingungen zu gelangen, sind beide Bestandteile erforderlich und müssen
miteinander kombiniert werden: die Wirkung methodischer Ausrichtung wird entscheidend
verstärkt durch die Kombination mit der entsprechenden Grundphilosophie. Sie bildet die
Grundlage für eine erfolgreiche Strategien des umfassenden Qualitätsmanagements zur
Erzielung exzellenter Geschäftsergebniss.
Prozesse spielen im Mangementkonzept des EFQM eine
große Rolle. Sie müssen definiert und beschrieben sein müssen. Auch die Norm sieht vor,
daß insbesondere Schnittstellen in Form von Verfahrensanweisungen beschrieben sein
müssen, wobei das Hauptgewicht jedoch nicht wie bei Standards z.B. ISO 9000 auf die
schriftliche Definition gelegt wird, sondern auf ein unternehmenseitiges Prozeß- und
Prduktoptimieungsbestreben.
Wie arbeitet TSM ?
Das Total Success Management ist in zwei Phasen
gegliedert:
1. eine Analysephase, bestehend aus dem
Potentialmangement und den erforderlichen Maßnahmen zur Bereitstellung der Strukturen
für die Einbindung der Mitarbeiter in zielorientierte Entscheidungs- und Aktionsprozesse
2. eine Aktionsphase bestehend aus dem Zielmanagment
und den erforderlichen Maßnahmen zur Realisierung der Prozesse und Aktionen zur
Zielerreichung.
Beide Phasen orientieren sich am European Quality
Award Modell und haben das Ziel, die Befähiger und damit auch die Ergebnisse zu
verbessern.

Grobablauf TSM
Der Potentialcheck als erste Stufe des
Potentialmanagements analysiert die Potentialfaktoren und Ergebnisindikatoren und deckt
mit einer methodenbasierten Ermittlung die Potentialdefizite auf. Dabei werden die
folgenden Untersuchungsgebiete berücksichtigt:
- Führung
- Mitarbeiterorientierung
- Politik und Strategie
- Ressourcen und
- Prozesse
Aus der Erkenntnis, das der schnellste Weg über
die Mitarbeiter führt, wird zum Beginn des Projektes der Schwerpunkt auf dieses Thema
gelegt. Mit den Instrumenten und Methoden aus der EBZ-Toolbox ( Fragebogen, Workshops,
Auswertungen und SWOT-Analysen) werden Maßnahmen erarbeitet, dieses Potential
auszuschöpfen.

Potentialmanagement
Im Focus der Aktionsphase steht das
Zielmanagement. Ziele sind quantifizierte Größen, welche durch die Prozesse im
Unternehmen erreicht werden sollen. Diese Ziele müssen von den Unternehmenszielen
abgeleitet werden und ständig anpaßbar sein. Der Durchgängigkeit der Prozesse und deren
Teilprozesse muß auch die Durchgängigkeit des Zielsystems aus Unternehmenszielen und
abgeleiteten Team- bzw. Individualzielen entsprechen. Diese Forderung gilt auch für alle
Aktualisierungen und Anpassungen.
Alle Ziele müssen von den Mitarbeitern akzeptiert
sein und ihnen als Leitlinie für Entscheidungen und Aktionen dienen. Durch eine
gemeinsame Zielvereinbarung werden die Ziele im Unternehmen verankert. Hierzu wird in
interdisziplinären, repräsentativ zusammengesetzten Arbeitskreisen das Zielsystem in den
Schritten
- Strukturierung der Ziele
- Gewichtung der Ziele
- Quantifizierung der Ziele und
- Darstellung der Zielpyramide
erarbeitet und vereinbart. Diese Maßnahme dient
gleichzeitig der Bewußtseinsbildung hinsichtlich Vorgehen und Bedeutung einer
zielorientierten Arbeitsweise.
Der Stand der Zielerreichung wird durch ein
geeignetes Informationssystem verfolgt und sichtbar gemacht. Dabei wird im zeitlichen
Verlauf der Ist- und Zielzustand der Zielgrößen für die einzelnen Teams und deren
übergeordnete Strukturen bis zur Unternehmensebene dargestellt. Dieses
Zielverfolgungssystem zeigt Erfolge und Abweichungen auf. Es dient in erster Linie der
ausführenden Ebene zur Einleitung von Aktivitäten und Veränderungen sowie als
Motivationsmittel, erst sekundär zur Kontrolle. Ursachen für Abweichungen werden
methodenbasiert durch
- Auswertung von erstelltem Material (Datenorientierte Defizitsuche)
- Workshops mit Mitarbeitern und Kunden (partizipative Defizitsuche)
- Erarbeitung von schlafenden Prozessen
identifiziert. Aus diesen Erkenntnissen können
systematisch Maßnahmen zur Bereinigung der Defizite abgeleitet werden.
Gemeinsam mit den Zielen werden Motivations- und
Anreizsysteme definiert, um die Mitarbeiter zu motivieren, die Ziele zu verfolgen. Sie
basieren auf den Zieldimensionen und deren quantifizierten Größen. Solche Systeme sind
zum Beispiel
- Prämiensysteme
- Budgetierungsysteme
- Anerkennungssysteme (Awardsysteme)
Sie werden mit instrumentierten Verfahren aus der
Toolbox definiert.

Zielmanagement
Für die einzelnen Teilgebiete des TSM werden
die Methoden und Werkzeuge des EBZ Beratungszentrum genutzt, die aus der jahrelangen
Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung
hevorgegangen sind.
Zum Potentialcheck sind Fragebögen entwickelt
worden, mit denen (anonym) die perönliche Orientierung der Mitarbeiter und die
Orientierung innerhalb von Teams ermittelt werden. Durch rechnergestützte
Auswertungsverfahren werden die Ergebnisse visualisiert. Die Gruppenarbeit vertieft
gleichzeitig die Identifizierung der Mitarbeiter mit den Zielen des Projektes.
Zur Analyse der Situation und zur Realisierung der
Vorhaben verfügt das EBZ über einen umfangreichen Repertoire an Methoden und
Instrumenten. Die Methoden basieren dabei meist auf gruppendynamischen Prozessen mit
intensiver Nutzung von Synergieeffekten und Identifikationsmechanismen. Hierzu gehören
der Zielfindungs- und Zielverankerungsworkshop, der Ichikawa-Workshop, die
Problemfindungsworkshops und andere. Methoden, die nicht unbedingt gruppendynamische
Ansätze haben, sind zum Beispiel die Ursache-der-Ursache-Methode, mit der bei jeder
gefundenen Ursache analysiert wird, wodurch diese Ursache verursacht ist.
Die Instrumente sind aufgeteilt in
Analyseinstrumente und Durchsetzungsinstrumente. Analyseinstrumente dienen der
Entscheidungsfindung, zum Beispiel die Nutzwertanalyse, Systembewertung und SWOT-Analysen
und Kennzahlentechniken, während andere Instrumente der Durchsetzung von
Zielvereinbarungen dienen. Hierzu gehören Prämienstrategien, Budgetierungssysteme, Kai
Zen-, TQM-, und KVP-Techniken.
Was bringt Total Success Management (TSM)?
Abschätzung Potential
Vernachlässigtes Potential ist verschenkter Erfolg.
Potentiale ergeben sich aus den Fähigkeiten und dem Einsatz der
Mitarbeiter, den Veränderungen des Marktes oder der Technologie, aus neuen gesetzlichen
Regelungen oder gesellschaftlichen Strömungen sowie aus besonderen Ereignissen.Ein
Unternehmen kann durch eigene Anpassung oder Ausrichtung auf diese Veränderung die damit
verbundenen Potentiale auszuschöpfen. Daraus ergibt sich, daß im Unternehmen Strukturen,
Prozesse, Kultur und Zielsetzung hinsichtlich ihrer Eignung zur Potentialausschöpfung
überprüft und gegebenenfalls geändert werden müssen.
Um Potentiale zu identifizieren müssen entweder die Veränderungen
erkannt werden, um das Unternehmen anzupassen oder die Schwächen im Unternehmen
aufgedeckt werden, um im Rahmen eines Reengineering-Prozesses beseitigt zu werden.
Basis für das Erkennen von Veränderungen oder Schwächen ist die
Analyse von Kennzahlen, die allgemeine Entwicklungen und Trends, Vergleiche mit anderen
Unternehmen oder eigene Zielvorgaben abbilden. Hierbei ist zwischen eindeutig
quantifizierbaren Kennzahlen und rein qualitativen, vergleichenden Kennzahlen zu
unterscheiden.Bewertet werden einerseits personalorientierte Aspekte wie z.B. das
Vorhanden sein und die Qualität eines Mitarbeiter-Entwicklungs- Systems im Unternehmen
oder eines wertorientierten Führungssystems; andererseits strukturorientierte Aspekte wie
z.B. das Vorhanden sein von Qualitätszirkeln, flacher Aufbauorganisation oder der Länge
von Entscheidungswegen.
Zur Erfassung dieser Kennzahlen sind Befragungen in verbalen oder
schriftliche Form notwendig, die quantitativ oder nutzwertanalytisch auszuwerten sind.
Aufbauend auf der so erfaßten Ist-Situation im Unternehmen oder der
potential-schöpfen Veränderung im Unternehmensumfeld werden in interdisziplinärer
Teamarbeit unter Einbeziehung von Expertenmeinungen Potential für das Unternehmen
identifiziert und abgeschätzt. Diese Abschätzung erfolgt quantifiziert auf Basis der
erarbeitete Kennzahlen und bildet die Basis zur Erarbeitung von Zielvorgaben.
Erfüllung der EFQM-Richtlinien
Für die umfassende Bewertung eines Unternehmens ist die
Zugrungelegung eines Unternehmensmodells notwendig, daß es ermöglicht, den Erfolg eines
Unternehmens beschreibbar und quantifizierbar zu machen. Außerdem sollten
Ursache-/Wirkungsungs-Zusammenhänge im Unternehmensmodell abbildbar und nachvollziehbar
sein.
Eines der umfassensten Modelle zur Bewertung der
Unternehmen-Qualität ist das EQA-Modell der EFQM. Die dort berücksichtigenden
Bewertungskriterien sind sowohl hinsichtlich ihrer ursächlichen Zusammenhänge in
Befähiger-und Ergebnis Kriterien unterteilt, ebenso liegt eine Gewichtung der einzelnen
Kriterien sowie die Beschreibung möglicher Bewertungs-Verfahren für nicht
quantifizierbare Kennzahlen vor. Durch die Vielzahl der an der EFQM beteiligten
Unternehmen ergeben sich zusätzlich Möglichkeiten für Benchmarks oder direkte
Unternehmens-Vergleiche. Deshalb wird die Grundstruktur der des EQA-Modells der EFQM zur
Erarbeitung und Gewichtung der Kennzahlen für das TSM zugrunde gelegt.
Potentialauschöpfung
Generellen Aussagen zur Vorgehensweise und zum realisierte
Umfang der Potential-Ausschöpfung sind aufgrund der jeweils gegebenen projektspezifischen
Besonderheiten relativ schwierig.
Die Erfahrung aus einer Vielzahl von Projekten zeigt jedoch, daß
durch TSM
die Mitarbeiter zielorientiert am Unternehmenserfolg mitarbeiten,
die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrer Tätigkeit und dem
Unternehmen signifikant verbessert werden kann,
die Mitarbeiterzufriedenheit trotz erhöhter Leistungsorientierung
aufgrund der eingeführter Leistungsanreize wesentlich erhöht wurde,
die Transparenz und Kommunikationskultur im Unternehmen verbessert
wird,
die Motivation der Mitarbeiter erheblich gesteigert wird und
der Unternehmenserfolg durch die Erfolge der Mitarbeiter bei ihrer
Tätigkeit langfristig sichergestellt wird.
Wie fangen Sie an?
1. Analysephase
Die erste Stufe des TSM ist die Analysephase.
Zielsetzung der Analysephase ist es, im Rahmen einer Vorstudie, die im Zeitraum von 2 bis
3 Wochen im Unternehmen durchgeführt wird, Potentiale und Ansätze für die
Neuausrichtung der Organisation aufzuzeigen, zu bewerten und zu einer
Entscheidungsgrundlage für das Management zu verdichten.
Dazu werden im Rahmen einer systematischen Abfrage
mögliche Orientierungsschwerpunkte mit dem Management festgelegt. Durch Verdichtung und
Überlappung der Ergebnisse werden Rückschlüsse auf zusätzliche
Orientierungsschwerpunkte möglich. Die Informationsbeschaffung wird durch Fragebogen, im
Rahmen von Interviews mit systematisierten Abfragen oder gruppenbezogenen Fallstudien
durchgeführt. Die Moderation der Projektsitzungen sowie die Bereitstellung der
anzuwendenden Methoden werden durch das EBZ vorgenommen. Wir nutzen dabei
gruppendynamische Prozesse und eine intensive Interaktion.
Die Analysephase wird von einem Team von ca. 15
Mitarbeiter durchgeführt, die einen repräsentativen Querschnitt von allen Mitarbeitern
des Unternehmens aus allen Ebenen des Unternehmens bilden. Sie erfordert drei Schritte:
| 1 Zielfindung |
Vereinbarung eines
Zielsystems für das Projekt, das hierarchisch aus den Unternehmenszielen abgeleitet ist
und zur Zielverfolgung quantifiziert ist. Mit diesem Verfahren soll gleichzeitig das
Zielbewußtsein der Mitarbeiter gefestigt werden. |
| 2. Potentialcheck |
- Identifizieren der
Problemindikatoren (z.B. Material-
bestände für Durchlaufzeiten, unbegründete Kosten,
Fehlerhäufung) die das Problem visualisieren und für alle
erkennbar machen.- Identifizieren und
Quantifizieren der Potentiale anhand der
Problemindikatoren
- Überprüfung der Zielvorgaben auf sachliche und
quantitative Realität
Zu diesem und dem folgenden Schritt werden weitere Mitarbeiter
fallweise hinzugezogen |
| 3.
Potentialauschöpfung |
- Erarbeiten von
Lösungsszenarien. - Gewichtung der Aufgaben und
Prioritätenbildung.
- Definition der Maßnahmen (Teamstruktur, Kommunikationsstrategien
usw.) |
Ergebnisse dieses Arbeitsabschnittes sind:
- Dokumentation vorhandener Strukturen und deren
Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit.
- Dokumentation der Unternehmensituation
hinsichtlich
Zielorientierung
Identifikation mit dem Unternehmen
Selbstorganisation
Selbstoptimierung
Kundenorientierung
Prozeßorientierung
Ergebnisrückführung
Motivation
der Mitarbeiter und des daraus resultierenden
Verbesserungspotentials.
- Dokumentation und Bewertung von
Strukturierungsansätzen für die Neugestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation unter
Nutzung neuer Erkenntisse (Fraktale Fabrik, Lean Production, Virtual Enterprise u.ä.).
- Maßnahmenplan für die Aktivitäten mit
kurzfristigen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit ( Kosten, Kundennähe und
Qualität).
Alle Ergebnisse werden in Form einer
Kurzdokumentation zusammengefaßt und dem Unternehmen in einer Präsentation vorgestellt.
Aufgrund dieser Ergebnisse sollte im Unternehmen der Entscheidungsprozeß über den
weiteren Projektablauf vorbereitet werden.
Diese Arbeiten werden zum Festpreis durchgeführt.
Seitens des Betriebes ist ein repräsentatives Team von ca. 15 Mitarbeitern aller
Hierarchiestufen zusammenzustellen, dessen Mitglieder zuerst einen Fragebogen persönlich
ausfüllen und dann an den Gruppenarbeiten teilnehmen. In der Gruppenarbeit werden die
Informationen aus dem persönlichen Fragebogen vertieft und das Verständnis für die
Aufgabe sowie die Identifizierung mit der Aufgabe bewirkt.
Für die nachfolgende Aktionsphase, also der
Realisierung der Einzelpunkte aus dem Maßnahmenplan, wird das EBZ ein Angebot erstellen,
um die Realisierung auf Wunsch des Unternehmens zu begleiten. Die Struktur und Grundsätze
der EBZ-Projektphilosophie werden unten erläutert. Der Potentialcheck kann mit
unterschiedlichen Teams periodisch (mehrjährig) wiederholt werden, um die Zielerreichung
nachzuhalten.
2. Aktionsphase
Die Aktionsphase soll zwar primär die
beschlossenen Maßnahmen umsetzen, das wesentliche Ziel ist aber, durch Schaffung
autonomer Teams und eines Zielmanagements zur Steuerung der Teams die Voraussetzungen zu
schaffen, mit einer kontinuierlichen, zielorientierten Entwicklung die Marktstellung und
den Erfolg des Unternehmens zu verbessern. Dieses ist am erfolgreichsten, wenn die
Kreativität aller Mitarbeiter angeregt und genutzt wird.
Die Zielorientierung der Mitarbeiter ist die
wichtigste Maßnahme für den Unternehmenserfolg. Hierbei kommt der Zielformulierung und
der Akzeptanz der Ziele eine entscheidende Rolle zu. Ausgehend von der Grundlage
unternehmensspezifischer Leitbilder und den daraus abgeleiteten Strategien zu ihrer
Operationalisierung werden Zielsetzungen für die Neuorientierung der Organisation
wesentlich durch sozio-psychologische und wirtschaftlich-finanzielle Aspekte geprägt.
Erst auf dieser Basis sind Zielvorgaben für ihre Instrumentalisierung und Umsetzung in
Informations-, Materialfluß- und Fertigungssysteme machbar. Für die Formulierung des
Zielsystems schlägt das EBZ eine Zielstruktur vor, die im Rahmen von 2 Projektsitzungen
je Team (Gruppe, Fraktal) mit den Auftraggebern gemeinsam erarbeitet, bewertet und
verabschiedet wird. Dazu sollten seitens des Auftraggebers die Verantwortlichen und
Mitarbeiter aus den betroffenen Fachbereichen einbezogen werden.
Die Arbeit des Beraters beschränkt sich hierbei auf
zwei Schritte:
1.
Teambildung |
- Methodentransfer (z.B. Management-by-View,
Elementarursachenprinzip)
- Qualifizierung der Teammitglieder
(Sozialtechniken,Konfliktmanagement) |
2.
Teamcoaching |
- Vereinbarung teamspezifischer Ziele
- Einrichtung eines Zielverfolgungssystems
- Coaching bei der Ursachenforschung (Aufdeckung der
Elementarursachen)
- Vorschläge für Hilfsmittel erarbeiten |
Die Moderation der Projektsitzungen sowie die
Ausarbeitung der anzuwendenden Methoden zur Zielfindung werden durch das EBZ vorgenommen.
Wir nutzen dabei gruppendynamische Prozesse und eine intensive Interaktion.
Der Prozeß der gemeinsamen Zielfindung bewirkt
zusätzlich, daß Projektziele, Lösungsansätze und Vorgehensweisen für alle Beteiligten
transparent gemacht werden und bewirkt so die Verankerung der Ziele bei den Mitarbeitern.
Die dadurch erreichte Erhöhung der Akzeptanz seitens der Mitarbeiter der Auftraggeber
steigert maßgeblich die Effizienz der Prozesse.
Aufbauend auf dieses Zielsystem werden die
erforderlichen Maßnahmen zur Zielverfolgung und Abweichungsanalyse (Kennzahlensysteme,
Informationssysteme, Zielanreizsysteme) mit den Teams und deren Vorgesetzten definiert und
bereitgestellt. Es werden Kennzahlen zu den quantifizierten Zielen sowie graphische und
numerische Darstellungen über deren zeitlichen Verlauf entwickelt. Zur Teamabstimmung
werden Koordinierungszentren eingerichtet, in denen diese Darstellungen publiziert werden.
Die Koordinierungszentren sollen mit allen notwendigen Medien zur Visualisierung und
konkreten Projektarbeit ausgestattet sein (Besprechungstische, Wandtafeln und
Flipchartständer usw.).
Die Anreizsysteme werden sowohl als Prämiensysteme
als auch als Anerkennungssysteme konzipiert. Die Prämienermittlung ist zweckmäßig
abhängig von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Ziele. Soweit diese nicht
quantifizierbar sind, werden Verfahren angewandt, die Prämienermittlung mit den anderen
Komponenten des Zielsystems vergleichbar zu machen, um eine ausgewogenen Zielverfolgung zu
erreichen. Als Instrument dafür kann ein Budgetierungssystem eingesetzt werden, mit dem
die Kennzahlen nach einem einheitlichen Maßstab, zweckmäßig in einer Währung, bewertet
werden und Gutschriften und Belastungen nach Auftragslage und Verbrauch vorgenommen und
saldiert werden. Hiermit wird erreicht, daß die Einzelziele korrekt in der Gewichtung
nach ihrer jeweiligen Bedeutung für die Unternehmensziele von den Mitarbeitern eingestuft
und verfolgt werden.
Das EBZ Beratungszentrum fühlt sich verantwortlich
für die Realisierbarkeit der Vorschläge und bietet die Mitarbeit bei der Realisierung
der Maßnahmen an. Wenn die Vorschläge im Unternehmen selbst zu realisieren sind, ist das
EBZ bereit, bei den Entscheidungsfindungsprozessen verantwortlich mitzuarbeiten. Sofern
die Vorschläge nicht im Unternehmen selbst realisiert werden, wird das EBZ nach
Aufforderung durch das Unternehmen in eigener Verantwortung die Realisierung mit eigenen
Kräften oder durch Auftragsvergabe an einen Zulieferer vornehmen. |